Öhm... Kein Plan. Mal dies, mal das und oft Musik. Vielleicht zu viel, vielleicht auch nicht. Kuriositäten und andere Verbrechen. Zum Gut- oder Scheißefinden. I just don't care

Monday, June 26, 2006

Es heißt:

Okay.
Geneigter Leser/Hörer/Schauer bitte lesen, den Rest wird's nicht interessieren.

Also, es heißt:

"Dein Fernseher rockt doch

Nein, das Thema ist noch nicht vom Tisch. Obwohl das, was früher mal zurecht "Musikfernsehen" genannt wurde, für junge Menschen gemacht wurde/ist, lässt die Tatsache, dass es dieses per Difinition nicht mehr gibt, gerade die nicht mehr ganz jungen einfach nicht los. Weil sie sich noch daran erinnern können, wie's früher mal war. Besser? Nein, die meiste Zeit: auch ziemlich fürchterlich. Es lief auf MTV und VIVA fast ausschließlich Musik, aber diese Musik war, genau... Chartsmist. Allgemeinrock. Gebrauchspop. Und der wurde im Programm des Musikfernsehens kaum weniger dumpfbackig und dummdreist an- und abmoderiert als heute eben auch. Aber es gab Inseln, die hießen z.B. "120 Minutes" oder "Wah²". Dort wurden Videos gesendet von interessanten Bnads. Und ab und an wurden diese sogar interviewt. Und an einem besonders guten Tag waren da auch noch ein oder zwei interessante Fragen dabei. Auf MTV! Auf VIVA! Kein Scheiß!
Nun sollte man wohl vielleicht besser den deprimierenden Istzustand vom Musik-TV akzeptieren - und der sieht so aus (der Mark, der lügt doch nicht!): Der Zielgruppen-Jugendliche interessiert sich nicht nur nicht fpr Pop- und Rockmusik. Er will vielmehr und viel lieber als Dummbatz verstanden und angesprochen werden, der auf folgende Dinge fixiert ist: Besitz- und Reichtum (seiner Stars), Sex, Vulgaritäten und Balzgehabe, Sozial- und Beziehungsringelpietz mit dem Tiefgang einer Diskobekanntschaft früh um 4, formatiertes Gesinge, Getanze und Angerufe als Ausdruck vermeintlicher Individualität.

Doch stopp, nicht feuilletonistische (Pop)Kulur soll hier in Stein gemetzt werden. Nein, es geht eigentlich um etwas ganz anderes. Nur um die einfachste Feststellung, dass eben jene Feststellung, dass es Musik und vor allem gute Musik im Fernsehen nicht mehr gibt, gar nicht stimmt. Anerkannte Meister der anspruchsvollen Popunterhaltung wie The Strokes, Massive Attack, Radiohead ect. (...)

[[Totti hat grade diesen lächerlichen Elfmeter verwandelt, argh! Unglaublich.]]

(...), aber auch unbekanntere Bands wie die Arctic Monkeys oder Mocky sind darin fortwährend zu hören. Sogar im Musikfernsehen! Allerdings fast ausschließlich zwischen der Musik bzw. in eben jenen billig eingekauften oder zusammengeschusterten Programmteilen, in denen es im alles mögliche geht oder zu gehen scheint - nur nicht um Musik.
Aber nicht nur dort rockt die Kiste. Ob in Soaps, in der Sportschau oder bei sog. Reportagen über Auto-Tuner-Szenen oder die Herstellung von Schokoriegeln: Fast überall spielen sie die ME-Lesercharts rauf und runter. Naja, eigentlich nicht wirklich runter, eigentlich nur kurz an - in Trailern und inspirationsfrei verwackelten Kamerafahrten oder im Hintergrund einer sterilen Möbelhauskulisse, in denen sich kurz angelernte Akkorddarsteller unablässig Seichtigkeiten um die Ohren hauen. Genau die Musik, die, mit so etwas wie Liebe und Verstand und Handwerk und Talent gemacht, eine nähere Betrachtung, eine "Heavy Rotation", eine inhaltliche Auseinandersetzung lohnen würde, wird im Fernsehen bevorzugt als Geschmacksverstärker und Dringlichkeitsvermittler eingesetzt. Das nenne ich perfide. Statt wenigstens ganz die Finger davon zu lassen, sudeln sie die schönen Lieder auch noch ein."

(Oliver Götz)


1 Comments:

Anonymous Anonymous said...

Na,
Danke, für den GB-Eintrag.
Kriegst jetzt natürlich auch ein Kommentar. ... Weiß bloß gar nicht, was ich schreiben soll. ^^

4:21 AM

 

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